Persönliche Anforderungen

Fast wie ein Profi

Ein elementarer Gedankenfehler externen Betrachter aber leider auch manch Betroffener ist, dass die Anforderungen an eine ehrenamtlich Aufgaben wegen der Ehrenamtlichkeit geringer seien als an die einer vergleichbaren bezahlten Tätigkeit. Dem ist nicht so, und dies gilt auch für den ehrenamtlichen Kassenprüfer.


Unabhängig, unbefangen und unparteilich

Die geforderte Unabhängigkeit ist dann nicht gegeben, wenn z.B. ein bezahlter Übungsleiter, der diese Funktion einem Vorstandsbeschluss „verdankt“, anschließend als Kassenprüfer die Rechnungslegung des Vorstands prüft. Auch die im Verein vorhandenen Hierarchien und Weisungsbefugnisse sind zu beachten. Bevor Sie das Amt des Kassenprüfers annehmen, prüfen Sie sich, ob Sie unbefangen an diese Aufgabe herangehen können. Man ist nicht unparteilich, wenn man als „verlängerter Arm“ der Vereinsopposition es dem Vorstand einmal zeigen will. Die Aufgaben des Kassenprüfers, das werden wir noch aufzeigen, sind gänzlich andere.

Gewissenhaft und eigenverantwortlich

Die nötige Ernsthaftigkeit und Gewissenhaftigkeit erwartet man auch beim ehrenamtlichen Kassenprüfer. Dies zeigt sich auch an dem nicht zu knapp zu kalkulierenden Zeitaufwand für diese Tätigkeit. Sie können Ihre Verantwortung als Kassenprüfer nicht delegieren, aber Sie können sich deutlich dagegen verwahren, dass man versucht, in Ihre Tätigkeit und Ihre Beurteilung hineinzureden. Wenn nicht anders beschlossen, ist bei mehreren Kassenprüfern jeder für seinen Aufgabenbereich verantwortlich, oder, wenn keine Aufgabenaufteilung erfolgt, alle gemeinsam für das gemeinsam erzielte Ergebnis.

Verschwiegenheit

Es versteht sich fast von selbst, dass nur der Vorstand und die Mitglieder, allerdings nur in der Mitgliederversammlung, etwas über die Inhalte der Kassenprüfung erfahren dürfen.
Aus "Arbeitsheft für Kassenprüfer", erhältlich im Buchhandel oder unter http://www.vereinsbuchladen.de